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Written by wkw

Rückblick auf die Weinlese im Herbst 2014

Das war die “verrückteste” Weinlese, die wir je erlebt haben! Das Weinjahr war geprägt von extremen Wetterlagen und einem neuen, für den Weinbau “bedrohlichen” Schädling. Der Winter war äußerst mild, die Vegetationsphase  setzte sehr früh ein und zunächst sah alles sehr erfreulich aus. Dann kam ein relativ nasser Sommer. Die Beeren wurden sehr groß und extrem dünnhäutig, wodurch Schädlinge aller Art ein leichtes Spiel hatten, die Beeren anzustechen. Insbesondere die japanische Kirschessigfliege, die seit einigen Jahren “global im Einsatz”  ist, hat jetzt auch Württemberg erreicht und große Schäden verursacht. Gerade die frühen Sorten wurden sehr stark befallen und auch der Trollinger schmeckte den Insekten sehr gut. Deshalb setzte die Weinlese so früh ein wie nie zuvor. Es musste, wollte man nur die reifen und unversehrten Beeren,  sehr sorgfältig gelesen werden und der Name Weinlese, im Sinne von auslesen, ist mehr als gerechtfertigt. Wir haben mit mehr Erntehelfern in längerer Zeit und mit viel mehr Aufwand weniger Ertrag geerntet! Doch mit dem, was jetzt im  Keller und Fass liegt und reift, sind wir sehr zufrieden. Der Klimawandel und aufgrund der Globalisierung neu eingeschleppte Schädlinge stellen die Weinbauern vor große Herausforderungen. Gerade kleine und Nebenerwerbsbetriebe haben es schwer, damit zurecht zu kommen!

Arbeiten im Weinberg im Winter und Frühjahr

Im Winter ruht zunächst die Arbeit im Weinberg.Die Reben tragen noch das gesamt alte Holz vom Vorjahr (1. Abb.). Dann erfolgt der Rebschnitt (Abb. 2) und eine Tragrute wird angebunden (Abb. 3). Das abgeschnitte Rebholz wird zusammen getragen und gehäckselt, es dient als Mulch (Abb. 4 und 5).

In diesem Frühjahr mussten auch zwei alte eingestürzte Mauern neu errichtet werden (Abb. 6 und 7).